Hand hält trockene Erde

Wie wirkt ein Hydrogel im Boden?

Wie wirkt ein Hydrogel im Boden?

Trockenperioden sind längst keine Ausnahme mehr, sondern gehören zum Alltag in Landwirtschaft, Gartenbau und Stadtbegrünung. Viele fragen sich: Gibt es eine Möglichkeit, Böden so auszurüsten, dass sie Wasser länger speichern und Pflanzen besser versorgen? Genau hier kommen Hydrogele wie RETENTIS® von AgroBiogel ins Spiel.

Was ist ein Hydrogel?

Hydrogele nehmen große Mengen Wasser auf und speichern sie, oft ein Vielfaches ihres Eigengewichts. Das Besondere: Sie geben dieses Wasser wieder ab, sobald der Boden austrocknet und die Wurzeln es brauchen. Man kann sie sich wie winzige Schwämme vorstellen, die im Boden verteilt liegen.

RETENTIS® ist ein Granulat auf Lignin-Basis, also auf Basis eines natürlichen Holzbestandteils, der als Nebenprodukt der Zellstoffindustrie anfällt. Es ist für den ökologischen Landbau gelistet (FiBL und EasyCert). Damit unterscheidet es sich von synthetischen Hydrogelen, die meist aus erdölbasierten Polyacrylaten bestehen.

Wie funktioniert die Wasserspeicherung im Boden?

  1. Einmischen in den Boden: RETENTIS® wird beim Pflanzen direkt in die Erde eingearbeitet, nicht oberflächlich ausgestreut.
  2. Wasseraufnahme: Nach Regen oder Bewässerung nimmt das Granulat Wasser auf und quillt zum Gel.
  3. Bedarfsgerechte Abgabe: Sinkt die Bodenfeuchte, gibt das Gel das Wasser nach und nach an den Wurzelraum ab.
  4. Lange Wirkdauer: Je nach Bodenart und Einsatzbedingungen bleibt RETENTIS® 3–5 Jahre im Boden aktiv.

Was das für Pflanzen und Böden bedeutet

  • Weniger Gießgänge: Der Wurzelraum bleibt zwischen zwei Wassergaben länger feucht. Im Gewächshausversuch in Almería kamen Tomaten mit 20 % weniger Wasser aus und brachten trotzdem mehr Ertrag als die voll bewässerte Kontrolle (zum Versuchsbericht).
  • Weniger Trockenstress: Im Versuch mit einjährigen Rotbuchen fiel die erste Pflanze mit RETENTIS® an Tag 27 statt an Tag 9 aus (zum Versuchsbericht).
  • Nährstoffe im Wurzelraum: Gelöste Nährstoffe können gepuffert und Auswaschungsverluste reduziert werden.
  • Ohne synthetische Polymere: kein Eintrag von Mikroplastik in den Boden.

Für wen ist ein Hydrogel sinnvoll?

  • Landwirtinnen und Landwirte, die Bewässerungswasser effizienter nutzen wollen.
  • Hobbygärtner, die seltener gießen möchten.
  • Städte und Gemeinden, die Neupflanzungen durch Hitzeperioden bringen müssen.
  • Forstbetriebe, wo junge Bäume in trockenen Sommern schwer anwachsen.
Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar