Wie wirkt ein Hydrogel im Boden?
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Wissenschaft & Praxis erklärt
Trockenperioden sind längst keine Ausnahme mehr, sondern gehören zum Alltag in Landwirtschaft, Gartenbau und Stadtbegrünung. Viele fragen sich: Gibt es eine Möglichkeit, Böden so auszurüsten, dass sie Wasser länger speichern und Pflanzen besser versorgen können? Genau hier kommen Hydrogels wie RETENTIS® von AgroBiogel ins Spiel.
Was ist ein Hydrogel?
Hydrogele sind Substanzen, die enorme Mengen Wasser aufnehmen und speichern können, oft ein Vielfaches ihres Eigengewichts.
Das Besondere: Sie geben dieses Wasser wieder ab, sobald der Boden austrocknet und die Pflanzenwurzeln es benötigen. Man kann sie sich wie winzige Schwämme vorstellen, die im Boden verteilt liegen.
Bei RETENTIS® handelt es sich um ein natürliches Hydrogel-Granulat auf Lignin-Basis, das biologisch abbaubar ist und für den Öko-Landbau zugelassen wurde. Damit unterscheidet es sich von synthetischen Hydrogelen, die oft aus erdölbasierten Polymeren bestehen.
Wie funktioniert die Wasserspeicherung im Boden?
- Einmischen in den Boden: RETENTIS® wird beim Pflanzen oder Umpflanzen direkt in die Erde eingearbeitet.
- Wasseraufnahme: Nach Regen oder Bewässerung saugt das Granulat das Wasser auf und quillt.
- Bedarfsgerechte Abgabe: Wenn der Boden austrocknet, geben die Partikel das Wasser langsam wieder an die Wurzeln ab.
- Langfristige Wirkung: Je nach Standortbedingungen wirkt das Hydrogel über 3–5 Jahre, bevor es sich allmählich in Humus verwandelt.
Vorteile für Pflanzen und Böden
- Reduzierter Gießbedarf: Studien zeigen, dass bis zu 40 % weniger Wasser benötigt wird.
- Stabilere Erträge: Pflanzen bleiben länger vital, auch bei Trockenstress.
- Bessere Nährstoffbindung: Dünger und Mineralien bleiben länger im Wurzelraum verfügbar.
- Gesündere Böden: Mit der Zeit entsteht mehr Humus, was wiederum die Bodenfruchtbarkeit stärkt.
Für wen ist ein Hydrogel sinnvoll?
- Landwirte, die Erträge auch in heißen Sommern sichern wollen.
- Hobbygärtner, die weniger gießen und trotzdem kräftige Pflanzen haben möchten.
- Städte & Gemeinden, die Begrünungen oder Neupflanzungen widerstandsfähiger machen müssen.
- Forstwirtschaft, wo junge Bäume in trockenen Sommern sonst schwer anwachsen.